17 Ernährungsmacht

Autor: Samuel Jackisch

Machtfrage Ernährung: Wer bestimmt, was wir essen?

Weniger Zucker. Frisches Obst und Gemüse aus nachhaltiger Landwirtschaft mit kurzen Lieferwegen. Weniger Fleisch – und wenn, dann aus artgerechter Haltung. Über die Grundzüge einer gesünderen und besseren Ernährung für alle besteht im Prinzip Einigkeit.

Eine Ernährungspolitik, die Mensch und Planet gesund hält, haben hochrangige Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Agrar, Wirtschaft und Politik sogar in einer Art „Welternährungsformel“ zusammengefasst und jüngst in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht: Sieben Gramm Rindfleisch sollen es sein pro Person am Tag, im Schnitt versteht sich. Ebenso Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse – alles idealtypisch aufs Gramm genau berechnet.

Was im Gegensatz zum Ideal tatsächlich auf unseren Tellern landet, ist das Ergebnis von Machtpolitik: Wissenschaftliche Gremien, UN-Organisationen wie die FAO, nationale Regierungen und nicht zuletzt multinationale Agrar- und Lebensmittelkonzerne reden und entscheiden mit.

UN, EU, Nestlé und Danone – wer bestimmt, was wir essen? Welche Ziele verfolgen die wichtigen Player, welche Maßnahmen werden diskutiert? Wie stellen wir sicher, dass genügend, gutes und gesundes Essen kein Privileg für die Wenigsten wird?

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Die Sendung steht Ihnen an dieser Stelle freitags vor der Erstausstrahlung als Podcast zur Verfügung.

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